Tag 49 Koh Payam – Untermieter (Ratte) 10.11.2013

Eine sehr unruhige Nacht lag hinter uns. Unser Bungalow war nur aus Bambus gebaut, daher konnte man jedes Krabbeln von außen wahrnehmen. Außerdem waren die Fenster nicht verschließbar und ich hatte Angst, dass jemand einbrechen konnte. Und Christof war fest davon überzeugt, dass ein Vieh im Haus war und man etwas Nagen hörte…

Nichtsdestotrotz genossen wir das wunderbare Wetter und das herrliche Wasser…

Wir gingen abwechselnd schwimmen, Kajak fahren, essen und schlafen…

Beinahe hatten wir die letzte Nacht schon vergessen, bis ich aus unserer Reiseapotheke eine angeknabberte Packung Elektrolyte neben der Tasche fand. Nun gab es keine Zweifel mehr… wir hatten ein Tier im Haus. Wir suchten weiter und stellten fest, dass auch einer der Rucksäcke und meine Hose Löcher hatte. Das war eine Ratte….

Die Bambushütte bot genügend Schlupflöcher für eine Ratte um rein und raus zu kommen. Christof meinte er könne mit allmöglichen Tieren leben, nur nicht mit einer Ratte (und ich denke auch nicht mit einer Schlange, aber dieses Problem hatten wir ja zum Glück nicht). Wir verstopften alle Löcher – die wir für Rattenschlupflöcher hielten – mit Plastiktüten und leeren Getränkeflaschen und Christof inspizierte das Bett nochmals ganz genau. Dabei stellte er fest, dass man am Kopfende ein Brett lösen konnte, um unter das Bett schauen zu können. Mit dem Sonnenschirm vom Kinderwagen bewaffnet, machte er sich ans Werk… Ich hörte nur „iihhh“ und sah meinen Helden aus dem Haus laufen. 😉 Super und uns ließ er auf dem Bett sitzen 😉 Er kam wieder rein und sagte, dass eine tote Ratte unter dem Bett lag. Doch als er wieder hinging, musste er feststellten, dass sie weg war. Dies beruhigte ihn gar nicht, da sie ja noch leben musste. Mit dem Sonnenschirm machte er einen Riesenlärm und ich hörte (ich hatte mich mit Lilo auf dem Bett in Sicherheit gebracht) wie ein Vieh unterm Bett entlangkrabbelte und am anderen Bettende rauskam. Tatsächlich, es war eine Ratte (und eine ziemlich große noch dazu). Sie wollte durch einen der verstopften Ausgänge flüchten, kam aber nicht weiter… Sie hatte aber noch einen Alternativfluchtweg und sprang dabei sogar etwas in die Höhe. *schock*

Ziemlich geschockt standen wir da und mussten uns erstmals wieder etwas sammeln….

Obwohl wir im Paradies waren, wollten wir schnell wieder weg. Keiner konnte sich vorstellen, den Bungalow mit einem Nager zu teilen. Leider war es schon früher Abend und es war auch nicht leicht von der Anlage und von der Insel wegzukommen.

Schließlich gab uns unsere Vermieterin einen anderen Bungalow, der aus richtigem Holz gebaut war. Dort brauchten wir keine Angst vor Nagetieren oder Einbrechern haben….

Das Paradies war wieder hergestellt… 😉

Den restlichen Abend verbrachten wir mit Kajakfahren, stricken, schwimmen und essen…

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