Tag 1 Good to be back 23.09.2014

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Kaum zu glauben, wie schnell zehn Monate vergehen können. Es war wieder soweit – wir machten uns auf den Weg nach Asien.

Alles war gepackt. Erfreulicherweise hatten wir diesmal auch einen erheblichen Anteil weniger Gepäck als letztes Jahr. Es fielen nicht nur der Brei- und Gläschenvorrat weg, sondern auch unsere Erfahrungen bescherten uns mindestens 3 kg weniger. Sehr zur Freude von Christof 🙂

Zum Flughafen ging es mit Sandra und Henriette. (Danke nochmal) Es ist immer wieder erstaunlich wie gut man einen VW Golf packen kann und dann alle inkl. Buggy Platz haben.

Am Flughafen angekommen ging es beim Einchecken recht schnell und wie hatten zusammen 33,7 kg und da wir 60kg Freigepäck hatten, konnten wir der ganzen Sache gelassen entgegen sehen.

Da Liselotte im Flugzeug keinen eigenen Sitzplatz hatte und als „Infant“ galt, gab es für sie auch kein Essen. Deshalb hieß es für uns noch am Flughafen einige Brezeln zu besorgen und ein schönes Mittagessen beim Thai gönnten wir uns auch noch.

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Dann ging es rein in den Flieger.

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Mit Vietnam Airlines flogen wir unser erstes Ziel an – Ho Chi Minh City. Wegen eines schweren Gewitters konnte der Flieger erstmal nicht starten. Dies verlängerte die Zeit im Flieger um eine gute Stunde. Diese – und die knapp elf weiteren – mussten wir unseren kleinen Schatz irgendwie beschäftigen und bei Laune halten… Aber, jeder Langstreckenflug geht irgendwann vorbei 😉 Zum Glück konnte Lilo noch das Baby-Bassinett benutzen und ihr gefiel total gut einfach darin zu sitzen.

Im Vorfeld hatte ich mehrere Spielzeuge besorgt, damit wir ihr jede Stunde ein neues Spielzeug hätte geben konnten. Als nützlichstes Spielzeug erwies sich die magnetische Maltafel. Hierauf konnte der kleine „Picasso“ nach herzenslust malen.

Und dann waren wir wieder da. Wie sehr hatten wir die feuchte Hitze und die tollen, fremdartigen Gerüche vermisst.

Sehr interessant war, dass man richtig merkte, dass es nicht unsere erste Asienerfahrung ist. Wie selbstverständlich wussten wir, dass es außerhalb des Terminals einen offiziellen Taxistand gab und man darauf bestehen musste, dass das Taximeter verwendet wird und man sich nicht auf Verhandlungsdiskussionen einlässt.

Wir hatten einen Taxi gefunden und ließen uns von ihm nach Pham Ngu Lao bringen. Der Stadtteil war ca. 6 km vom Flughafen entfernt und ein Backpackerviertel.

Auch dieses Jahr galt wieder die Devise aufs Geld zu achten und so wenig wie möglich westliche Sachen zu konsumieren. Schließlich waren wir ja da, um uns von der Kultur und Lebensart inspirieren zu lassen. Wie hatte Leonardo Di Caprio am Anfang von „The Beach“ gesagt, (sinngemäß) dass Backpacker im Ausland gerne dazu neigen unter sich bleiben zu wollen und z.B. englische Filme in den Hostels schauen. Dies wolten wir unbedingt vermeiden.

Unseren Reiseführer – den Lonely Planet – benutzen wir auch nicht dafür, um uns irgendwelche Restauranttips zu holen, sondern wir sahen ihn nur als Unterstützung um uns in die interessanten Gegenden bringen zu lassen.

Das Taxi ließ uns irgendwo an der Straße raus. (wir sagten ihm ungefähr das Viertel) und dann ging auch schon die Unterkunftssuche los. Auch hier kamen wieder die Erfahrungswerte zum Tragen, denn wenn wir die Situation nicht kennen würden in  Südostasien, wären wir nie ohne Vorabreservierung hieher geflogen 🙂

Christof und Lilo warteten immer brav vor den Hotel oder Guesthouses und ich ließ mir die Zimmer zeigen. Der Zimmerpreis bewegte sich immer zwischen 20 und 30 USD. Das was ich dafür zu sehen bekam war von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Ich habe nur einen Anspruch, dass man ohne Ekelgefühl, die Toilette benutzen kann. Von den 5 Zimmern, die ich gesehen habe, war das Zimmer groß und sauber, aber beim Bad war ich teilweise entsetzt. Das Stockflecken in den Tropen ein Problem in den Bädern sind, war für uns kein Problem, aber mit verfärbten Klobrillen und -schüsseln und fehlenden Kacheln mitten im Raum, wollte ich nicht leben.

Zufällig bogen wir dann in eine Seitenstraße ab und plötzlich buhlten alle Vermieter um uns. Der Zimmerpreis fiel dann plötzlich um 5 USD auf 15 USD und wir entschieden uns für ein Zimmer in einem privaten Guesthouse in der 1. Etage mit einem Balkon und einer Duschwanne. Das Zimmer war sauber und sogar mit Klimaanlage und Kühlschrank. Jetzt übernachteten wir 4 Nächte hier.

Hier lebte auch die kleine Kim. Sie war 18 Monate alt und sie verstand sich mit Lilo prima.

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Und dann waren wir wieder in den überfüllten Straßen mit Mopeds. Jetzt hieß es erstmal zu frühstücken. Das ging natürlich nur mit der traditionellen Suppe „Pho Bo“ und leckerem süßen, vietnamesichen Eiskaffee.

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Da wir alle ziemlich unter Schlafmangel und Jetlag litten, gingen wir den Rest des Tages ganz entspannt an. Lilo traf es wieder mehr als uns und sie konnte wie letztes Jahr kaum was Essen und starrte manchmal vor Müdigkeit einfach nur vor sich hin. Auch ihre sozialen Fähigkeiten litten darunter und ihr waren die Leute, die nett zu ihr waren einfach wurscht.

Wir spazierten einfach durch die Straßen und kauften Obst und Wasser.

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Dann entdeckten wir noch einen Spielplatz und dann konnten meine 2 Kinder noch schön spielen.

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Ein bißchen eigenartig war es dann schon Jugendliche auf der Straße beim Tanzunterricht zu sehen. Aufgestellt standen sie in Formation und tanzten -getrennt nach Geschlechtern. Die Schüler waren von der Schule „Ernst Thälmann“. Wir konnten es uns nicht nehmen lassen ein Foto von den Teenagern und dem Schulschild zu machen. Ich fühlte mich auch gleich in meine eigene Vergangenheit zurückgesetzt 😉

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Dann war auch schon der Nachmittag vorbei und wir begaben uns auf den Rückweg zum Hotel. Jetzt hieß es noch Abendessen.

Heute aßen wir in einer Garküche in der Nebenstraße vom Hotel. Die ältere Dame, der dieser Wagen gehörte, war sehr freundlich und erklärte uns wie wir alle Gerichte zu essen hatten.

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Um halb 8 lagen wir alle total müde und kraftlos im Bett.

 

An dieser Stelle muss ich noch einen Hinweis von Christof weitergeben. Für diesen Blog musste er die Bilder verkleinern um sie in einer vernünftigen Zeit hochladen zu können. Die echten Bilder sind von viel besserer Qualität 😉

Ein Kommentar zu “Tag 1 Good to be back 23.09.2014

  1. Liselotte…so klein und mega weit gereist…die Erfahrungen, Eindrücke und Bilder werden ihr Verständnis für die Welt prägen! Ihr seit eine GROSSE Familie!

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