Tag 3 Saigon – Rikschafahren 25.09.2014

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Ein gelungener Tag beginnt ja meist mit einem ausgiebigen Frühstück. Daher führte uns der erste Weg des Tages zu einer Garküche, die wir am Vortag ausgemacht hatten. Wir bestellten einfach „drei Mal“ und die Köchin schien Bescheid zu wissen. Jedenfalls bekam Lilo Nudeln mit Omlette und wir Erwachsenen Nudeln mit Rindfleisch drin. Für europäische Verhältnisse mag diese Kombination zum Frühstück eher befremdlich wirken, es schmeckte aber herrlich.

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Die nette Köchin brachte uns noch eine scharfe Sauce. Natürlich wollte Liselotte auch etwas über ihre Nudeln geschüttet bekommen und protestierte sofort. Die Vietnamesin verstand das Theater und brachte ihr auch eine rote Sauce, die nicht scharf war. Unsere Kleine war zufrieden. Anscheinend kannte man hier auch bestimmende Kinder 😉

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Während unseres Frühstücks wurden wir von einem Cyclo-Fahrer angesprochen, der uns eine Tour in seiner Fahrradrikscha andrehen wollte. Da diese Art der Fortbewegung in Ho Chi Minh City vom Aussterben bedroht ist, wollten wir die Gelegenheit nutzen.

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Liselotte bestieg mit mir ein Rad, während mein geliebter Ehemann seinen Platz mit all unserem Krempl teilen musste (wenn man mit Kind reist ist dies gar nicht wenig)

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Wir hatten gelesen, dass es früher viel mehr solcher Radtaxis gab. Da aber der „Fortschritt“ auch nicht vor Vietnam Halt macht, werden diese immer mehr von Auto-Taxis abegelöst. Uns taten die beiden Fahrer sehr Leid, da sie wirklich hart für eigentlich wenig Geld arbeiten mussten (wir verhandelten nicht, sondern zahlten was er vorschlug – und das war noch sehr wenig…). Obendrein sind diese Gefährte in HCMC in Wirklichkeit gar nicht mehr erwünscht.

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Ziel unserer Radtour war der Wiedervereinigungspalast. Ich bin ja grundsätzlich nicht so interessiert an derartigen Gebäuden. Dies wollte ich meinem zweiunddreißigjährigen Kind aber nicht erklären. Leider leider hatte der Palast gerade geschlossen wegen Mittagspause… so schade 😉

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Wir schlenderten ein wenig weiter und freuten uns wieder in Asien zu sein, als uns die Realität der Regenzeit eingeholt hatte. Wie am Vortag begann es wie aus Eimern zu schütten.

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Erst suchten wir Schutz im Hauptpostamt. Da auch heute alle österreichischen Vorhersagen voll daneben lagen (das is a Schauer, der dauert nur zehn Minutn), entschlossen wir den Regen im „Coffee Beans“ auszusitzen. Hab ich schon erwähnt, dass das mein Lieblingscoffeeshop ist. Ich kenne keinen Ort auf dieser Welt, der einen besseren Café Latte zubereitet.

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Der „kurze“ Schauer dauerte eine gute Stunde. Wir genossen es einfach ein wenig bei einem Cafe Latte zu entspannen. Liselotte gab in der Zwischenzeit den Kellnerinnen etwas Sprachunterricht. Wir sind uns sicher, dass die beiden Vietnamesinnen jetzt wissen was „Nein weg“ bedeutete 😉

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Der Regen hörte plötzlich auf und zwei Minuten später schien wieder die Sonne. Wir konnten unsere Runde fortsetzen.

Irgendwann war Lilo im Kinderwagen eingeschlafen. Dies traf sich gut, da gerade Mittagszeit war. Am Markt suchten wir einen Stand auf, der Spring und Summer Rolls hatte.

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Spring Rolls ähnelten sehr den Frühlungsrollen, die wir aus dem Chinarestaurant kannten. Die Summer Rolls allerdings sind komplett anders. Dabei handelt es sich um Reisnudeln mit Schrimps und Kräutern, die in Reispapier gehüllt werden. Diese Rollen taucht man dann in eine leckere Erdnusssauce.

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Gestärkt und mit erwachter Lilo wollten wir den restlichen Tag im Park verbringen. Es ging vorbei an den Outdoor-Fitnessgeräten, als unsere Kleine plötzlich ihr Paradies entdeckte. Der Regen hatte ziemlich große Pfützen im Park entstehen lassen und die Lotte musste unbedingt rein. Das Wasser war total warm und es dauerte auch nicht lange, bis wir unser Kind komplett umziehen mussten. Ihr hat es auf alle Fälle großen Spaß gemacht 😉

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Danach gingen wir auch noch an ihren Lieblingsort in Ho Chi Minh City… (und wieder vorbei am Turnunterricht der Ernst Thälmann Schule) Lustig zu erwähnen ist, dass auch die Backpacker wieder ihren Spaß am Sportunterricht haben. Man beachte oben den jungen Mann links im Bild.

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Wir dachten ja, dass wir die engste und dunkelste Seitengasse von Saigon gestern gefunden hätten. Dem war nicht so…  Bei einer kleinen Garküche bestellten wir wieder „drei Mal“ und bekamen eine Mischung aus Kartoffelpuffer und Omlette gefüllt mit Schrimps und Kräutern. Es schmeckte wieder fantastisch.

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Das Essen sagt uns in Asien sehr zu, da es erstens gut schmeckt und auch mit dem Paleo-Prinzip gut vereinbar war. Das bedeutet: Schlemmen ohne Ende 😉

 

 

 

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