Tag 5 My Tho – Angekommen im Mekongdelta 27.09.2014

Ganz früh am Morgen klingelte an diesem Tag der Wecker. Wir hatten einen Bus zu bekommen, der uns gen Süden ins Mekongdelta bringen sollte. Leider mussten zuerst logistische Probleme gelöst werden. Wie sollten wir das ganze Gepäck wieder in unsere Rucksäcke unterbringen?

Nach einigen Debatten über die Notwendigkeit diverser Dinge, lösten wir das Platzproblem und machten uns auf den Weg. (geht doch ;-))

Am Vortag buchten wir eine Fahrt im Touristenbus nach My Tho. Wir wollten nur den Bus nutzen, ohne die dazu angebotenen Touristenausflüge. Normalerweise versuchen wir immer diesen Touristensachen zu entgehen, aber hier haben wir Nutzen und Aufwand abgewogen. Der Busbahnhof in Saigon ist ca. 10 km von unserer Unterkunft entfernt und wir hatten außerdem keinen Busfahrplan. Deshalb entschieden wir uns für den „bequemen“ und leider teureren Weg.

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(Es sei mal erwähnt, dass die Touristen etwas angehobene Preise zahlen sollen. Der erste Stop hielt an einem eigens angelegtem Grundstück mit tollen Bambushütten und mit Ratan eingerichtet. Es gab mehrere Restaurants, Toiletten und natürlich die obligatorischen Souvenirshops. Aber was uns diesmal wirklich schockierte waren teilweise die Preise. Für einen Früchte Smoothie sollte man 5 Euro bezahlen. Das sind Preise wie bei uns zu Hause (wenn überhaupt)  und auf der Straße in Saigon gab es diesen für 25.000 VND. Das ist noch nicht ma 1 Euro. Kritiker können jetzt meinen, dass wir ihn natürlich auch nicht trinken brauchen etc., aber ich finde man muss das einfach mal erzählen :-))

Einen Zwischenstop legte der Bus in einer Tempelanlage ein. Eine gute Gelegenheit um uns etwas die Beine zu vertreten. Unserem  little Buddah hatte es auch gefallen…

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Kurze Zeit später kamen wir auch schon an unserem Ziel an. Es waren zwar nur 2 Stunden reine Fahrzeit -von den 2 Stops zwischendurch mal abgesehen- aber die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt hier bei nur 80 km/h.

Wir stiegen aus dem Bus aus und sofort wurden wir angesprochen, ob wir ein Hotel suchen und ob wir eine Bootstour machen wollen. Uns freute, dass die Leute einfach freundlich zu uns waren und uns keiner was verkaufen wollte. Man zeigte uns den Weg und empfahl uns auch gleich ein Hotel. Wir entschieden uns für das Minh Quan Hotel und zahlten 450.000 VND. Nicht mal 20 Euro mit Frühstück.

Das Gepäck war ins Zimmer gebracht und schon ging es wieder zurück zur Bootstation um die Inseln zu erkunden. Erst dort vor Ort fiel uns auf, dass es keine ofizielle Bootsverbindung gibt, sondern dass man nur ein Boot bei einer Agentur buchen konnte. Na super dachte ich, jetzt werden wir wieder übers Ohr gehauen. Aber der Preis war fair und wir sollten 5 Stunden unterwegs sein um die ganzen Inseln zu erkunden.

Während wir verhandelten wurde Liselotte von den Angestellten der Agentur bespaßt und uns fiel auf, dass sie jetzt viel offener und freundlicher auf die Leute reagierte. Mochte sie vielleicht die Großstadtmenschen nicht? Wir werden es nie erfahren, aber uns fiel ein Stein vom Herzen.

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Auf dem Weg nach draußen kamen wir an diesem Exemplar vorbei 😉

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Und dann ging es los. Nur wir 3 auf dem Boot und der Steuermann. 5 Minuten später auf dem Mekong gesellte sich auch noch unser Guide hinzu, den Liselotte sofort in ihr Herz schloß.

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Wir fuhren zu den Inseln und erlebten einiges. Zuerst eine Verköstigung mit Honig und Tee, denn die Insel ist bekannt für ihren Bienenstock. Zum Tee wurden kleine Süßigkeiten gereicht und wir kauften auch gleich eine Packung Nüsse mit Honig. Mhhh lecker…

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Um unser Boot wieder zu erreichen, liefen wir auf die andere Seite und wurden dort mit anderen Booten wieder auf den Hauptfluss zu unserem Boot gebracht. Das war ein tolles Gefühl, mal ein bisschen Dschungel zu fühlen. Die Temperaturen haben wir ja…

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Weiter ging es zum Mittagessen und auf eine andere Insel, auf der Süßigkeiten aus der Durian Frucht hergestellt werden. Die Bewohner dort freuten sich über Liselotte und so gab es wieder einen interkulturellen Austausch 😉

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Übrigens werden hier als Souvenir Skorpione und Schlangen in Flaschen verkauft. Ich kannte bis jetzt keine Krokodilhandtaschen und kleine Baby-Krokodile haben wir auch gesehen.

Die letzte Insel hatte sogar etwas Unterhaltungsfaktor. In einem abgetrennten Becken gab es Krokodile, die man füttern konnte. Das ließen wir uns nicht nehmen.

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Diese Insel ist für ihre „Kokosnuss-Religion“ bekannt. Der Gründer hatte sogar mehrere Anhänger und ließ auf dieser Insel eine Art „Tempel“ errichten. Die Religion wurde zwar nie offiziell in Vietnam anerkannt, aber heute weiß man die Bauwerke und das Vermächtnis zu schätzen.

Die Tempelanlage machte einen ziemlich maroden Eindruck, als ob über Jahre keiner mehr dort gewesen sei.

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Kurz vor unserer Heimfahrt wurde das Wetter schlechter und wir erlebten zum ersten Mal ein richtiges tropisches Gewitter. Gott sei Dank kamen wir noch rechtzeitig am Hafen an, denn dann ging es richtig los.

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Wir warteten noch mind. 1 Stunde in der Bootsstation und vertrieben uns die Zeit mit Kaffee trinken und im Reiseführer stöbern.

Im Lonely Planet hatten wir gelesen, dass es einen Markt gibt. Also nichts wie hin, denn der Magen knurrte schon wieder. Nur leider kamen wir gegen 18.30 Uhr relativ spät dorthin, denn die Verkäufer räumten wieder zusammen.

Wir liefen wieder zurück Richtung Hotel, weil wir dort auch Garküchen gesehen hatten und mussten vorher noch kurz ein Kinderprogramm absolvieren.

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Liselotte war glücklich, aber wir konnten uns dort mit der Essensauswahl nicht anfreunden. Wie durch ein Zufall verriet uns ein Mann, dass es nur 5 Min. entfernt einen Nachtmarkt gäbe. Also gingen wir hin.

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Dort sprach keiner Englisch aber durch fremde Hilfe gab es Reisgericht und leckeren Mango-Shake 🙂

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Ein Kommentar zu “Tag 5 My Tho – Angekommen im Mekongdelta 27.09.2014

  1. Wird das Krokodil euer neues Haustier? Wahnsinns Bilder! !!

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