Tag 7 Can Tho – Schwimmendes Kaffeehaus 29.09.2014

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Der Wecker klingelte auch heute wieder recht früh. Ein Bus musste erreicht werden. Mittlerweile wieder routiniert standen wir auf, packten die Rucksäcke und los ging es zum Busbahnhof. Dieser lag zirka einen Kilometer von unserem Hotel entfernt, damit hatten wir auch unseren Morgensport erledigt.

Das heutige Ziel sollte Can Tho sein, das etwa 50 Kilometer von Sa Dec entfernt liegt. Ich quatschte bei den Bussen eine Dame an, die den Eindruck erweckte dort eine offizielle Funktion zu haben und teilte ihr unser gewünschtes Reiseziel mit. Aufgrund ihrer Gestik folgerte ich, dass es keinen Direktbus gibt, jedoch der, den wir nehmen müssten in drei Minuten abfuhr. Sie führte uns zum Bus und war uns beim Einsteigen behilflich. Da es sich heute um einen „offiziellen“ Bus hielt, gab es auch kein Feilschen und kein Übersohrhauen beim Preis.

Christof holte noch schnell Frühstück – es gab gefüllte Baguettes – eine Hinterlassenschaft der französischen Kolonialherren.

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In Vinh Long stiegen wir um und nahmen direkten Kurs auf Can Tho. Kurz vor der Stadt überquerten wir, auf der längsten Hängebrücke in Südostasien, einen der Mekong-Arme (Bassac-Arm).

Heute machten wir wieder die Erfahrung, dass man den Reiseführer mit Bedacht vertrauen sollte. Ein hochgelobtes Hotel stellte sich als Bruchbude raus. Das machte uns aber nix, wir gingen einfach ins Hotel nebenan, ich besichtigte das Zimmer – fand es super – und zahlten auch noch weniger als beim Nachbar.

Es ist allerdings nicht ganz einfach sich einfach umzudrehen und wieder zu gehen. Es tut uns immer total leid für die Leute, aber wir wollen uns auch nicht reinlegen lassen.

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Das frühe Aufstehen lohnte sich wieder, da wir den ganzen restlichen Nachmittag Zeit hatten um die Stadt zu erkunden. Nach einer leckeren Suppen gings los. Can Tho ist für seine „schwimmende Märkte“ bekannt. Die wollten wir besichtigen.

Etliche Vietnamesinen quatschten uns an. Sie wollten uns am nächsten Morgen in ihrem Boot zu den Märkten fahren. Da wir aber nicht vorhatten länger zu bleiben, wären wir gern sofort hingefahren – wissend, dass die Märkte am Morgen am belebtesten sind.

Nichtsdestotrotz stiegen wir in eines der zahlreichen Holzboote ein. Auch hier zog sich die Verhandlung etwas, denn zu Beginn werden immer utopische Preise verlangt, die nicht in Relation zur Leistung stehen.

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Den Can Tho Fluss ging es rauf zu den schwimmenden Märkten. Wir fragten uns, wie es denn sei in einer Hütte direkt am Wasser zu wohnen. Egal wie es ist, Satellitenempfang wäre gewährleistet.

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Nach einiger Zeit auf dem Boot, stellten wir fest, dass wir an diesem Tag noch keinen leckeren „Iced Coffee“ genossen hatten. Die vietnamesische Variante sieht so aus: süße Kondensmilch, speziell gefilterter Kaffee und Eis. Als hätte der Flussgott unser Flehen gehört, nahte auch schon Rettung…

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Ein schwimmendes Kaffeehaus 🙂

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Deshalb lieben wir Südostasien so. Man wird immer versorgt und für jeden fiel was ab. Gestärkt konnten wir weitershippern.

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Wir kamen an eine Stelle, an der unzählige große Boote ankerten. Jedes Boot hatte meist nur eine bestimmte Ware geladen, zB Melone, Ananas, Kohl….

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Die Hauptverkaufszeit schien tatsächlich für heute schon vorbei zu sein. Trotzdem war es recht beeindruckend die Menge an Waren und Booten zu sehen. Wir konnten uns gut vorstellen, wie es hier morgens aussah.

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Wir fuhren wieder ein Stück flussabwärts. Unsere Bootführerin wollte mit uns noch einen Seitenkanal befahren. Sie bog vom Can Tho Fluss ab. Vor uns öffnete sich eine andere Welt. War es entlang des Can Tho Flusses noch recht urban, so stellte sich das Ufer des Kanals sehr beschaulich dar.

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Wir hatten auch nicht mehr den Eindruck in einer Millionenstadt zu sein, sondern irgendwo im Mekongdelta. Man muss aber an dieser Stelle erwähnen, dass das Mekongdelta eines der am dichtest besiedeltsten Gegenden in Vietnam ist. Das ganze Land lebt mehr oder weniger von dieser fruchtbaren Region.

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Typisch fürs Mekongdelta sind die Brücken, die mehr oder weniger nur ein Gestell aus Bambus sind. Christof meinte es wäre sehr schwer hier mit Buggy rüberzukommen. Wahrscheinlich hatte er recht…

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Lilo schlief tief und fest. Ihr Glück, sie musste nicht sehen, was auf uns zukam…

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Wir bogen wieder in den Mekong ein, als wir hinter der großen Hängebrücke ein Gewitter entdekten. „Da werden wir wohl nass“ dachten wir…. Aber auch daran wurde gedacht. Unsere Kapitänin reichte uns eine Plasitkplane, somit kamen wir fast trocken an unserem Ausgangsort an… (nur der Seegang war etwas rauer ;-))

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Am Ufer stellten wir uns erstmal unter.

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Dort schloss Lilo gleich mal Freundschaft mit Mey und mein Held aus Österreich musste unbedingt demonstrieren, wie schlecht er im Fussball war 😉 Ein vietnamesischer Junge fand so sehr gefallen an Christof, dass er ihn als Sportgerät missbrauchte 🙂

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Der Lotte gefiel es trotzdem…

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Als der Regen nachließ besichtigten wir noch einen Tempel in der Nähe…

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… und bedankten uns bei diesem Herren, dass wir heute so ein schönes Land besichtigen können.

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Fürs Abendessen besorgten wir noch leckere Summer-Rolls. Außerdem bestellten wir das erste auf der Karte. Wir hatten uns nämlich vorgenommen immer was Anderes zu probieren. Dies fiel uns sehr leicht, da wir es eh nicht lesen konnten.

Und es passierte mir noch was ekelhaftes. Ich wartete gerade aufs Essen am Stand, als es sich am Fuß so anfühlte, dass ich ein Haar zwischen den Zehen hätte. Was ich nicht wusste war, dass es eine Kakerlake war, die über meinen Zeh lief.

Es ist wirklich interessant zu beobachten hier, dass die Ratten uns Kakerlaken nach den Sturzfluten aus ihren Löchern kommen und so eine Begegnung mit den Menschen recht häufig ist.

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Es schmeckte aber herrlich 😉

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