Tag 31 Phitsanulok – Buddha Casting 23.10.2014

Heute morgen teilte mir Christof mit, dass es ihm schon eindeutig besser ginge. Darüber war ich auch froh, da ich weiß, dass ich ihn nie zu einem Arzt bringen könnte. „Alles Scharlatane“ ist nämlich seine Meinung zu Medizinern. Trotzdem gestalteten wir das heutige Programm so, dass wir uns nicht allzu weit vom Hoteln entfernen mußten.

Im Reiseführer lasen wir über einen Mann, der in Phitsanulok drei Museen (Folk Museum, Bird Garden, Buddha Casting) errichtet hatte. Da Christof nur eine Fake-Ausgabe des Lonely-Planets auf Englisch bekam, konnten wir uns unter dem Begriff „Buddha-Casting“ nichts vorstellen. Erwartete uns eine Art DSDS für Buddhas???

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Natürlich nicht, das Wort „Casting“ bedeutet im Englischen auch Gießerei. (wieder ein Beispiel, dass Fernsehen verblödet)

Wir konnten uns in der Werkstatt frei bewegen, den Leuten bei der Arbeit zuschauen und uns von der Vielzahl an Buddhaformen und -größen beeindrucken lassen.

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Mein Mann versuchte mir das Gussprinzip – das anscheinend ähnlich wie bei Glocken ist – zu erklären, ich konnte mir aber darunter trotzdem nichts vorstellen.

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Wahrscheinlich hätte es geholfen, wenn die Dame mir erkärt hätte, warum sie zuerst einen Wachsbuddha erstellte… Mein Thai reichte dafür aber leider nicht aus.

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Auch Liselotte war sehr an der Buddhagießerei interessiert.

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Wir lasen, dass große Statuen bis zu einem Jahr brauchen um fertig zu werden. Anscheinend war heute ein solcher Tag.

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Die Mitarbeiter waren total aufgeregt, als müssten sie sich heute von einem alten Freund trennen. Wir hatten das Glück, bei den Verladevorbereitungen zuschauen zu dürfen.

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Wir erstanden eine Miniausgabe dieses Buddhas – als Erinnerung – und die Verkäuferin teilte uns mit, wo der Große hinkäme. (haben den Namen aber leider wieder vergessen…)

Nebenan errichtete der, vorhin erwähnte Thailänder, eine Ausstellung mit den in Thailand heimischen Vögeln. Übrigen zahlte er – er hieß Sergeant Major Thawee Buranakhet – alle Museen und die Buddhagießerei aus eigener Tasche. Den Bilder nach vermuteten wir, dass er nicht mehr am Leben war. Wir lasen über ihn, dass er Kartograph bei der Armee war und ein, in Thailand anerkannter, Buddhaspezialist.

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Wir sind zwar keine Ornithologen, aber wir vermuteten, dass die Tiere nicht ganz artgerecht gehalten wurden. Interessant zum Ansehen waren sie aber trotzdem.

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Als drittes besuchten wir – nach einem leckeren Mittagessen – das Hauptmuseum (ein Thai-Volkskundemuseum) auf der anderen Straßenseite.

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Ausgestellt wurden interessante Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag des thailändischen Lebens.

Für unsere Kleine am interessantesten waren die vorgestellten heimischen Fische und die Kampfhähne.

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Wir sind auch keine Ichthyologen, aber auch hier empfanden wir die Haltung als nicht wirklich fischfreundlich…

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Der Hahnenkampf hat in Thailand anscheinend eine große Tradition. Zum Glück wußten diese Exemplare davon noch nichts 😉

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Nach dem ganzen Überfluss an Informationen nutzten wir Lilos Schlafpause, um gemütlich einen Kaffee zu trinken.

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Dabei schmeckte der – seit Langem erste – Kuchen hervorragend.

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Ein kurzes Gewitter mußte abgewartet werden, dann ging es weiter. Phitsanulok hatte eine weitere Attraktion zu bieten. Einen Tempel (Wat Phra Si Ratana Mahathat), der eine Buddhafigur beherbergt, die in Thailand hochverehrt wird und sehr vielen Buddhastatuen als Vorlage dient.

Wir fanden den Weg nicht gleich, aber dank der Konversationsgabe meines Mannes wurde er uns  gezeigt…

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Der Tempel schien von Außen recht unscheinbar, aber die Menschenmenge verrieten uns, dass wir richtig waren.

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Der Wachmann machte Christof – nett aber bestimmt – aufmerksam, dass Fotographieren im Stehen nicht erlaubt wäre. (man hätte ja auch die tausend Hinweistafeln lesen können)

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Nach diesem buddhalastigen Tag brauchten wir eine kleine Verschnaufpause. Ein Blick aus unserem Hotelzimmer genügte, um die Religion zu wechseln.

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Auch das Abendessen genossen wir bei einem, der vielen pakistanischen Essensläden.

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Zum Glück mach ich nicht immer was mein Mann mir aufträgt. Er meinte nämlich, ich solle ihm pork und ein Bier bestellen. In einem unachtsamen Moment wäre ich vielleicht darauf reingefallen… ;.)

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