Reisevorbereitung Teil 2 – Unser Reiseziel

Unser erster Fixpunkt wird der Flug nach Singapur sein. Danach steht uns alles offen 🙂

IMG_0174

Zu Hause haben wir mal alle in Frage kommenden Reiseführer rausgekramt und in die Grobplanung aufgenommen. Es ist gar nicht so einfach aus der Fülle der Möglichkeiten zu schöpfen.

 

Im Hintergrund haben wir uns darauf geeignet, dass wir gerne eine Mischung aus Strand und Kultur mit den Kindern hätten. Wir wollten auch wieder gen Osten, weil wir nur positive Erfahrungen mit dieser Himmelsrichtung verbinden.

Wir uns freuen, wenn Ihr uns Eure Gedanken zu einem geeigneten Reiseziel mitteilt. Vielleicht gibt es etwas, was wir in unserem Denken vergessen haben.

Advertisements

Reisevorbereitung 2018

Der Abflug rückt immer näher und das heißt, dass die Vorbereitung begonnen hat 🙂

Das bedeutet sich wieder mental neuen Herausforderungen zu stellen. Da wir jetzt mit 3 kleinen Kindern reisen werden, müssen wir unser Equipment bzw. Gepäck nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Wie viel Kleidung darf jeder haben? Wie viele Kinderwägen bzw. Asiamobile nehmen wir mit? Welche Modelle? Muss unser großes Kind auch einen Rucksack tragen? Also Fragen über Fragen, die beantwortet werden wollen und daran lassen wir Euch gerne teilhaben.

Wir sind so AUFGEREGT 🙂 🙂 🙂

Ziemlich fertig vom Ausflug am Vortag, schliefen wir heute ein klein wenig länger…

IMG_5382 IMG_5379

Vor allem die zwei jüngsten Mitglieder unserer Reisegruppe brauchten den Schlaf. Den letzten Tag unseres Kurzurlaubes wollten wir auch etwas ruhiger angehen. Deshalb hieß es erstmal gemütlich frühstücken und einen Plan für den Tag zurechtlegen. Mein Mann hätte gern noch das Korean War Memorial gesehen, dieses hat aber montags geschlossen. Es mußte Ersatz her. Ich spielte Liselotte am Handy das Lied „Gangnam Style“ vor und mein Mann bewegte sich gewohnt unrhytmisch dazu. Da dachten wir uns, dass es schade wäre, wenn wir nie den Stadteil Gangnam besucht hätten…

IMG_5383

Also liefen wir zu unserer U-Bahn-Station, wo wir nun schlussendlich einen Aufzug gefunden hatten. Den zu benutzen bedeutete zwar, dass wir einen Umweg laufen mußten, wir hatten aber keine Lust mehr aufs Kinderwagentragen… Bei dieser Liftfahrt fiel uns die Angabe des Maximalgewichts und dazugehöriger Personenzahl auf. In Deutschland wären dies wohl eher 11 Personen oder 1700 kg. 😉

In Gangnam angekommen fiel uns auf, dass alles sehr vornehm und voller Banker war. Das ganze Viertel ist voll von teuren Geschäften und Hotels. Dies ist auch die Situation, die im Lied „Gangnam-Style“ beschrieben wird.

Das Treiben wollten wir ein wenig beobachten, daher wünschte ich mir auf der Stelle einen Cafè Latte vom Coffee Bean. Wir brauchten nicht lang zu suchen…

IMG_5387IMG_5395IMG_5396IMG_5394

Nach einer kleinen Pause statteten wir einem bedeutenden Tempel des Zen-Buddhismus einen Besuch ab. Eine freundliche Dame – die wahrscheinlich irgendwie zur Tempelleitung gehörte – war von unseren Kindern begeistert. Sie sagte irgendwas auf Koreanisch und hob den Daumen dazu. Interessanterweise tat sich dies auch, als sie über meinen Mann redete…

IMG_5402 IMG_5403 IMG_5404

Sehr beeindruckend war die Inneneinrichtung des Tempels. Voller Laternen und Figuren. Da sich gerade mehrere Leute zum Gebet setzten, vermuteten wir, dass gleich ein Gottesdienst beginnen würde. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis die monotonen Gebete und Lieder aus den Lautsprechern erklangen.

IMG_5405 IMG_5410 IMG_5411

Wir wollten dabei nicht stören und besichtigen die Anlage weiter.

IMG_5413 IMG_5415 IMG_5417

Sehr schön fanden wir das Zusammenleben von Traditionellem und Modernem.

IMG_5422

IMG_5423 IMG_5424 IMG_5427

IMG_5432

Nach dieser Besichtigung brauchten wir wieder eine kleine Pause – wir wollten doch ruhig machen. 😉

IMG_5434

Beim durch die Straßen Schlendern entdeckten wir ein schön aussehendes Cafè. Also nix wie rein.

IMG_5438

Liselotte hatte bis dahin noch nicht geschlafen und war auch dementsprechend aufgedreht…

IMG_5440

Vor allem mit Zuschauern läuft sie zur Hochform auf 😉

Aber auch dieses Spektakel endete irgendwann und wir konnten weiter. Uns fiel etwas ins Auge was es bei uns (noch) nicht gibt…

IMG_5441

Lieferservice bei McDonalds…

IMG_5442

Während der U-Bahn-Fahrt schlief Lilo endlich ein. Diese Gelegenheit konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Obwohl der letzte Kaffeehausbesuch noch nicht lange her war, setzten wir uns wieder in ein solches rein und genossen die herrliche Ruhe. Und ein wenig mit unserem Gretchen konnte auch geschmust werden…

IMG_5451 IMG_5466 IMG_5464

Mit reichlich Koffein im Blut und mit erwachtem großen Kind gingen wir ins Hotel zurück. Dort bereiteten wir uns auf unser Abschiedfoto von Korea vor 🙂

IMG_5477 IMG_5486 IMG_5485

Zum Abendessen besuchten wir den Laden, in dem uns während unseres Aufenthaltes das beste BBQ serviert wurde. Es überraschte uns wieder nicht, dass es einer der einfachsten Läden war.

IMG_5488

Außerdem waren die Besitzer dort total nett und da heute nix los war, kümmerten sie sich um unsere Kleine. Wir konnten also in aller Ruhe das Essen genießen.

IMG_5493 IMG_5504 IMG_5506

Nach diesem Korea-Besuch erhärtet sich unser Verdacht, dass man in Asien generell viel viel freundlicher zu Kindern ist und deren Anwesenheit auch niemals als störend betrachtet wird. Genau aus diesem Grund beschlossen wir heute während der Bahn-Fahrt, dass auch unsere zukünftigen Reisen auf diesen Kontinent führen werden…

IMG_5505 IMG_5495

Zehn schöne Tage gehen zu Ende und am beeindruckendsten fand ich das Essen gehen. Die Art der Zubereitung und die Beilagen (vor allem das Kimchi) war echt mal was Neues. Letzte Woche wurden wir von einem Hawaiianer angesprochen, der uns fragte wie wir das Essen hier finden. In seinen Augen war das Essen nicht so wie er es von Hawaii kannte und er war froh, dass es KFC gab. Wir konnten diese Meinung überhaupt nicht teilen und fanden es lustig, dass jemand der relativ asiatisch aussah, sowas sagen würde…

Auch die Unmengen an Coffeeshops fanden wir sehr beeindruckend. In einem Umkreis von 100 m tippen wir auf 10 Läden. Es gibt nicht nur die etablierten Ketten, sondern auch sehr schöne kleine Cafés. Dafür, dass man Asien eher mit Teetrinkern assoziiert, gab es echt reichlich Gelgenheit um dem Kaffeegenuß zu fröhnen. Sehr zu unserer Freude 🙂

Eine Reise nach Korea können wir uneingeschränkt weiterempfehlen und wir freuen uns total, dass wir wieder von Asien positiv überrascht worden sind.

Und wieder brach ein neuer Tag an, der mit einem abwechslungsreichen Programm gefüllt werden wollte. Das erste Highlight an diesem Morgen war, dass unser Gretchen zum ersten Mal in ihrem kurzen Leben eine Müslischüssel zu Fall gebacht hatte. Meinem Mann war das sehr unangenehm und natürlich war nur die 3 Monate alte Kleine Schuld 😉

Wir entschieden uns dafür, aus Seoul rauszufahren und waren ein wenig fasziniert davon, dass man in Seoul nicht das Gefühl hatte in einer Riesenstadt zu sein. Wahrscheinlich liegt es an den Hügeln, die bewaldet und unbewohnt sind. Dadurch wirkt dieser Ballungsraum sehr aufgelockert. Die Metropolregion rund um Seoul gilt als die zweitgrößte (nach Tokio-Yokohama) der Welt.

Was dies eigentlich bedeutet, „erfuhren“ (mit der U-Bahn) wir heute. Wir machten einen Abstecher nach Suwon, einer Millionenstadt im 48 km südlich von Seoul. Mit der Linie 1 ging es eine Stunde und etwa 30 Haltestellen nach Süden. Dort war aber noch lange nicht die Endstation. Wir zählten noch zirka 20 weitere.

IMG_5263

Diese Ausmaße faszinierten uns. Da uns ein Fußmarsch von knapp zwei Kilometern bevorstand, stärkten wir uns ein wenig bei Starbucks 😉

Die Stärkung war eine Sache, aber zwei weinende Kinder die Andere. Plötzlich stehen einem die Schweißperlen auf der Stirn, weil sich ein Kind beklagt, weil es sich mit der Wasserflasche das T-Shirt nass gemacht hat und das Andere, weil es Hunger hat. Mann oh mann, da muss man einen kühlen Kopf bewahren und versuchen alle Bedürfnisse am Besten gleichzeitig zu stillen…;-) Ein Starbucks eignet sich hervorragend dafür.

IMG_5265

Außerdem wollte mein Mann noch ein wenig seinen „Frauenmagneten“ halten 😉

IMG_5271

Da wir für diese Stadt nur ein sehr rudimentäres Kartenmaterial hatten, fragten wir uns ein wenig durch. Die Leute konnten fast alle Englisch, jedenfalls soviel um weiterzuhelfen. Unser Ziel war nämlich eine Festungsanlage, die auch als UNESCO Weltkulturerbe geführt wird.

IMG_5275

Auch hier war die Affinität zum Kaffeetrinken durchaus erkennbar.

IMG_5276

Uns gefiel, dass es so viel mehr als „Starbucks“ und „The Coffee Bean and Tea Leaf“ zu finden war.

IMG_5279 IMG_5280

Hwaseong heißt diese Sehenswürdigkeit von Suwon und wurde um 1790 erbaut. Während des Zweiten Weltkriegs und des Koreakriegs ziemlich beschädigt, wurde die Festungsanlage wieder restauriert.

IMG_5285 IMG_5286

Wir waren uns im Klaren, dass wir an diesem Tag auf keinen Fall die ganze Anlage (ca 6 Kilometer lang) schaffen würden, daher suchten wir uns ein paar Highlights aus.

Wir schlenderten erst durch den Palast des Erbauers (König Jesongjo) der Festung.

IMG_5288 IMG_5293 IMG_5295 IMG_5297

Die Kinder schliefen, was diese Besichtigung sehr entspannt machte. Als Lotte aufwachte, brauchten wir ein Programm, dass sie auspowerte. Kein Problem, einfach rauf auf einen Hügel, auf dem ein ehemaliger Militärposten steht und von wo früher Signalfeuer gezündet wurden.

IMG_5304 IMG_5321

Aber erstmal mit den koranischen Kindern Seifenblasen fangen 😉

IMG_5323 IMG_5325 IMG_5327

Oben angekommen, entdeckten wir – zur Freude meines Mannes – dass man dort eine Glocke läuten konnte…

IMG_5332 IMG_5338 IMG_5335

Von dort oben hatte man einen wunderbaren Ausblick auf Suwon. Diesen genossen wir ein wenig, als wir plötzlich Gesellschaft bekamen…

IMG_5348

Eine Gruppe von Marinesoldaten war anscheinend vom blonden Lockenkopf und von unserem Baby angetan. Sie kamen zu uns und witzelten mit Liselotte.

IMG_5350 IMG_5355

Christof fragte sofort, ob er ein Foto machen durfte. Die Soldaten – die auch nur zum Vergnügen hier waren – hatten ihren Spaß. 😉

IMG_5359

Einer der Jungs, der auch eine große Kamera dabeihatte, machte dann noch ein Foto von uns. Wir freuten uns auch sehr über das Kompliment „Pretty Family“.

Dann kam einer der Buben (älter waren die nicht) und schenkte Liselotte ein Abzeichen der Koreanischen Marine.

IMG_5361

Vielleicht der Beginn eines Traumberufs ;-)? Christof meinte auf keinen Fall, außer die SMS Novara stößt wieder in See. Dann würde er es ihr erlauben…

IMG_5362 IMG_5363

Es war bereits später Nachmittag und da wir noch den Rückweg zur und die Rückfahrt mit der U-Bahn vor uns hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Am Straßenrand saß ein alter Mann, der Messer verkaufte. Mein Mann, den unnützes Zeug magisch anzieht, kaufte eines davon. Obwohl ein scharfes Küchenmesser eigentlich ziemlich nützlich ist 🙂

Zu erwähnen sei heute mal die Freundlichkeit der Koreaner unseren Kindern gegenüber. Die Leute finden so viel gefallen an ihnen, dass Liselotte z.B. sehr viel geschenkt bekommt. Das ist uns immer sehr unangenehm, aber wir freuen uns trotzdem immer sehr.

IMG_5368

Wieder daheim probierten wir ein weiteres, der unzähligen Korean BBQ-Restaurants aus.

IMG_5372 IMG_5373

Ein kurzer Blick in die Karte und wir wußten was wir wollten. Auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht, denn es schmeckte herrlich 😉

Auch hier wurden unsere Fähigkeiten als Eltern wieder voll auf die Probe gestellt. Irgendwie sehe ich das meinem Kind an, dass sie doch auf Toilette muss, obwohl sie es vehemment verneint. Nur leider war es jetzt schon zu spät und sie pullerte in die Hose. Nun ja, da wir perfekt auf so etwas vorbereitet sind, haben wir genug Ersatzklamotten dabei, nur leider rechnet keiner damit, dass es unserer kleinen „Diva“ nicht gefällt etwas mit Schmetterlingen anzuziehen. Mein Gott, was für eine Situation. Von außen muss das sehr amüsant aussehen, aber wenn man mittendrin steckt, dann ist es seeeeeeehr anstrengend 🙂

IMG_5376

Morgen wird also schon unser letzter Tag sein. Es ist Wahnsinn, dass die schönen Tage im Leben immer so schnell vergehen.

Heute wurden wir wieder mit einem wolkenlosen und blauen Himmel geweckt. Die Urlaubstage neigten sich dem Ende zu.

Als Tageshöhepunkt sollte es heute eine Wanderung in einer sogenannten „Nachbarschaft“ geben. Diese war im Lonely Planet bechrieben und nach unserer allmorgendlichen Routine ging es los.

Ein weiteres Mal trugen wir beide Kinderwagen die langen Treppen zur U-Bahn runter. Uns fiel heute dabei eine Baustellenabdeckung auf, die wir die Tage davor nicht gesehen hatten…

IMG_5155

Es wird also gerade an Aufzügen gebaut. Gut zu wissen – fürs nächste Mal 😉 Ich bin jedesmal am Fluchen, dass die U-Bahn Stationen teilweise ohne Aufzüge sind.

IMG_5157

Wir verließen die U-Bahn in einem Viertel im Norden der Stadt und zu unserer Verwunderung waren wir schon weit weg von jeglichen Touristenhotspots.

IMG_5166

Bevor der Spaziergang aber so richtig losging, brauchten wir eine kleine Stärkung. Der Wunsch keimte in uns auf und keine 100m weiter, konnten wir schon ein passendes Café erspähen. Die Besitzer waren sehr freundlich und auch für Lottes Entertainment war gesorgt. Mitten im Café stand ein Schaukelpferd, das sie sofort in Beschlag nahm und wir konnten in aller Ruhe unseren Kaffee genießen 🙂

IMG_5159 IMG_5160 IMG_5163

Danach wurde es eher anstrengend. Ich hätte nie gedacht, dass ich in Seoul so ins Schwitzen kommen würde…

IMG_5180IMG_5218

Der Weg führte auf eine Anhöhe, auf der ein Dorf stand, das im Lonely Planet als „Shaman Village“ bezeichnet wurde. Wir übersetzten uns das so, dass dort sehr gläubige Menschen wohnten. Und tatsächlich – wir fanden einige Tempel vor und es hatte den Anschein, als wären diese privat im eigenen Garten aufgebaut worden.

IMG_5214 IMG_5211 IMG_5209

Aber auch die Bemalung der Häuser war sehenswert und faszinierte vor allem Liselotte.

IMG_5185IMG_5217

Immer wieder legten wir kurze Verschnaufpausen ein…

IMG_5171 IMG_5176 IMG_5175

Aber es half nichts, wir mussten weiter. Man glaubt gar nicht, wie schwer so ein Kinderwagen werden kann…

IMG_5198

…vor allem, wenn er getragen werden musste.

IMG_5194 IMG_5196

Der finale Aufstieg stand bevor. Ziel waren zwei Felsbrocken, die als heilig verehrt werden. Wir lasen auf einer Tafel, dass sie vor allem von jungen Frauen, die Kinder bekommen wollen, angebetet wurden. Als wir uns den Steinen näherten, bermerkte ich, dass gerade ein junges Mädchen davor kniete und betete. Ich wollte ihre Andacht nicht stören und rief Lilo zur Ruhe. Irgendwas passte Liselotte aber nicht, sie bekam einen kleinen „Ausraster“ und war alles andere als ruhig. Als die junge Frau dies sah, war ihr Gebet jäh beendet und sie stand auf. Wahrscheinlich war ihr Kinderwunsch dadurch erstmal auf Eis gelegt 😉

IMG_5202

Nachdem wir die schöne Aussicht über die Stadt ein wenig genossen hatten, ging es wieder den steilen Weg runter.

IMG_5204 IMG_5200 IMG_5205

Wir spazierten auch ein Weilchen an der alten Stadtmauer entlang.

IMG_5223 IMG_5221

Die Herbstfarben waren wunderschön und mein Mann sinnierte darüber, warum viele Frauen beim Fotoposing den Kopf zur Seite neigen…

IMG_5229

Auf eine Antwort konnten wir uns während des gesamten Spaziergangs nicht einigen 😉

IMG_5224 IMG_5233

Unten angekommen wollten wir noch die Gelegenheit – zwei schlafende Kinder – nutzen um gemütlich Kaffee zu trinken. Leider dürften die Kleinen eine innere Uhr haben, die sie immer dann aufwachen ließen, wenn Mama und Papa kurz mal verschnaufen wollen…

IMG_5238

IMG_5237 IMG_5241

Mein Mann führte uns durch die Staßen von Seoul und wir endeten – welch Überraschung – wieder bei den Fotofachgeschäften vom Vortag. Christof „brauchte“ für sein neues Stativ noch unbedingt einen Schwenkkopf. Bei den gut sortierten Läden wurde er fündig.

IMG_5244

Es wurde schon Abend, höchste Zeit, dass wir uns dem Abendessen widmeten. Dafür fuhren wir zurück in Hotelnähe. Dort streiften wir durch die nahegelegene „Freßmeile“. Wir hatten die Erfahrung gemacht, dass man nicht in Lokale gehen sollte, die einladend ihre englischsprachige Speisekarte und ohne Preise präsentierten. Man muss in die engsten und dunkelten Gassen ausweichen, um die besten Essenserlebnisse zu finden. So wie heute wieder…

IMG_5246

In einem Seitengässchen entdeckten wir ein nettes Restaurant. Die Chefin war gleich von unserem Gretchen angetan. Sie wollte sie gar nicht mehr hergeben. Es war uns gar nicht recht, dass wir in aller Ruhe unser Korean BBQ genießen konnten, während unsere Kinder unterhalten wurden 😉

IMG_5248 IMG_5260 IMG_5262

Nachdem alle gegessen hatten, ging es zurück ins Hotel. Kurz noch Wäsche gewaschen und dann haben wir uns noch darüber gewundert, wie viel Knoblauch eigentlich bei so einem koreanischen Essen dabei ist 😉

IMG_5253

Wie vorhergesagt lachte heute Morgen die Sonne vom Himmel. Zwei ganz zentrale Sehenswürdigkeiten hatten wir uns noch aufgespart und wollten diese heute „abhacken“.

IMG_4931

Bevor es losging gönnten wir uns noch ein kleines Käffchen. Dies war unter Anderem auch möglich, da die Anfahrt sehr kurz war. Hatte ich schon erwähnt, dass mein Mann ein sehr zentrales Hotel ausgesucht hatte? 😉

IMG_4934 IMG_4937

Für alle war was dabei. Wir hatten unseren Kaffee, Lilo konnte mit Steinen spielen und Margarete entdeckte eine neue Art an ihren Fingern zu lutschen…

IMG_5028

Diese Vorgehensweise kannte ich von irgendjemanden 😉

(Quizfrage an die Lieben aus meiner Familie: Wer hat auch genau an den drei Fingern genuckelt?)

IMG_4943

Nun aber zu den Sehenswürdigkeiten…

IMG_4953

Ganz zentral in der Stadt steht ein Berg (für meinen Österreicher nicht mal ein kleiner Hügel) namens Namsan. Dieser ist 243 Meter hoch und darauf wiederum steht ein fast gleich hoher Fernsehturm. Zum Glück blieb uns das Wandern erspart, denn es gab einen Schrägaufzug und eine Seilbahn. Wir hatten erst etwas Bedenken, ob man mit zwei Kinderwagen dort gern gesehen wäre. Es stellte sich aber als problemlos heraus.

IMG_4956 IMG_4970

Von dort oben konnte man erst die massiven Ausmaße von Seoul richtig sehen…

Mit einem Expresslift ging es in Windeseile zur Aussichtsplattform im Turm. Wir hatten noch nie so viel Merchandise in so einem Bauwerk gesehen.

IMG_4986

Egal, es gab für unsere Kleinen (Lilo und Christof) trotzdem was Süßes.

IMG_4989 IMG_4982

Wie schon erwähnt, die Stadt ist riesig und man hatte den Eindruck, dass man – bis auf unbewohnte Hügel – nur Häuser sah…

IMG_4990 IMG_4992

IMG_4996

Drei weitere Reiseziele der letzten Jahre 😉

IMG_5000 IMG_5005

Nach diesen schönen Aussichten ging es wieder runter ins „Tal“. Nach ewigen stürmischen fünf Minuten waren wir froh, wieder unten zu sein.

IMG_5016 IMG_5017 IMG_5027

Wir schlenderten ein wenig durch die Straßen und näherten uns einem weiteren Palast mitten in der Stadt.

IMG_5031

Dort erlebten wir gerade rechtzeitig den Wachwechsel. Wir wunderten uns, dass dieser viel spektakulärer war, als jener am Hauptpalast…

IMG_5037 IMG_5067 IMG_5085

Als die Zeremonie vorüber wahr, durfte man Fotos machen. Mein Mann war wieder nicht zu halten 😉

IMG_5086 IMG_5087 IMG_5093

Falls Liselotte mal fragt, wo sie da war… sie hat geschlafen 😉

IMG_5094 IMG_5097 IMG_5099

Da – wie schon erwähnt – alle Paläste aus der selben Dynastie stammen, sahen sie irgendwie gleich aus. (zumindest für uns)

IMG_5100 IMG_5101

Irgendwann werden wir uns mit der Geschichte mal näher befassen…

IMG_5107

Mein Mann mußte mir „unbedingt“ einen Markt zeigen. Als wir uns diesen näherten, wußte ich auch warum…

IMG_5118

Fotogeschäfte, soweit das Auge reichte. Mit einem neuen Stativ (was wir angeblich auf Reisen unbedingt brauchen) verließen wir die Foto-Einkaufsmeile und bogen in die „Fetzenabteilung“.

IMG_5120 IMG_5122

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass Seoul keineswegs ein billiges Pflaster ist? Da Christof immer nur ganz kurz in Seoul war, hatte er nicht so richtig ein Gespühr, was hier billig ist und was nicht. Die Antwort fanden wir bald raus. NIX 😉 Die Preise sind eigentlich wie bei uns. Dies war aber auch nicht verwunderlich, da unsere Vergleichsmöglichkeit nur Südostasien war. Korea ist für unser Empfinden um einiges fortschrittlicher und als Westeuropäer kann man eigentlich keinen Unterschied zu daheim ausmachen. (wir kennen natürlich noch nicht das Land außerhalb von Seoul)

IMG_5132 IMG_5136 IMG_5139

Vor einem Brunnen mußte mir mein Mann eine Begebenheit erzählen, die er vor fast eineinhalb Jahren dort erlebt hatte. Er war gerade über den Markt gebummelt als er dort ankam. Plötzlich klingelte das Telefon – ich war dran – und erzählte ihm, dass Lilo den Kita-Platz erhalten hatte. Was für ein glücklicher Tag 😉

IMG_5142

Außerdem war es schön mal zu sehen, wo sich mein Mann während seiner „Arbeit“ rumtreibt.

IMG_5146

Gretchen war hungrig – wir auch – deshalb setzten wir uns in ein Restaurant, ohne richtig zu wissen, was dort serviert wurde…

IMG_5149

Wir wurden nicht enttäuscht, es gab herrlich schmeckende Nudelsuppe…

IMG_5153

Christof bestellte sich was richtig scharfes und wir genossen es, den Abend bei gutem Essen ausklingen zu lassen.

 

Das Wetter meinte es nicht gut mit uns heute, es regnete in Strömen. Mein Mann hatte aber auch schon nach einem Schlechtwetterprogramm gesucht und einen Besuch am Fischmarkt ausgewählt.

IMG_4740

Wie schon erwähnt, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung und Ausrüstung. Einen ganz heftigen Schauer hatten wir dann aber doch in einem Teehaus abgewartet…

IMG_4743 IMG_4745

Beim Betreten der unscheinbaren Halle konnte wir noch nicht erahnen, was sich dahinter verbarg. Unzählige Ständchen mit Fischprodukten reihten sich aneinander und boten ein sehenswertes Spektakel.

IMG_4748 IMG_4755 IMG_4757

Zu unserem Erstaunen roch es fast gar nicht nach Fisch. Dies bedeutete, dass alles super frisch war.

IMG_4752 IMG_4758 IMG_4760 IMG_4763

Bei dieser Menge an angebotenem Fisch und Meeresprodukten, fragten wir uns, wieviel denn dort noch zu holen sei…

IMG_4765

Auch Lilo freute sich über so manchen „Hai“…

IMG_4772 IMG_4775 IMG_4778 IMG_4787 IMG_4789 IMG_4790 IMG_4791 IMG_4805

Leider kamen wir mehr oder weniger gerade vom Frühstück. Aber als mir eine Verkäuferin frischen Fisch anbot, den man in den Restaurants zubereiten lassen konnte, wurden wir schwach und ich kaufte ein paar Kingprawns und Jakobsmuscheln. Ein Snack ging immer… 😉

IMG_4812

IMG_4815

So frisch werden wir wahrscheinlich nicht mehr so schnell ein Meerestier bekommen. Also kaufte ich für ca 25 Euro ein. Christof ist immer wieder erstaunt, wie wenig man für so viel Geld bekommen kann…

IMG_4819

Die Verkäuferin führte uns über einen Gang zwei Ebenen tiefer, wo sich fast unscheinbar ein Restaurant befand. Dort wurden wir – nach koreanischem Stil – hingesetzt und die Kellnerin fragte uns, wie wir unsere Muscheln und Prawns zubereitet haben wollten.

IMG_4820

IMG_4831

Nach kurzer Zeit brachte man uns unser Meeresgetier und nahm dafür im Austausch unser Gretchen mit…

IMG_4826

IMG_4838

Mit etwas Salat, scharfer Sauce und viel Knoblauch ließen wir uns die Prawns und die Muscheln schmecken. 🙂

IMG_4834 IMG_4840

Beim Bezahlen wunderte sich mein Mann abermals, dass man soviel zahlen kann, obwohl man sein Essen quasi selbst mitgebracht hat. Aber egal, es schmeckte super, war ein schönes Erlebnis und außerdem hatten wir schon viel teurer und schlechter gegessen…

IMG_4841

Beim Rausgehen beobachteten wir noch den ein oder anderen Einkauf und waren begeistert von diesem interessanten Markt.

IMG_4856 IMG_4860

Mit der U-Bahn ging es ins Zentrum zurück. Wir hatten einen zweiten Markt – diesmal Textilien – auf dem Programm. Der Regen hatte weitgehends aufgehört, was auch gut war, denn wir bewegten uns zumeist im Freien.

IMG_4880 IMG_4881

Bei den Handtüchern konnte ich nicht anders und musste zuschlagen…

IMG_4887 IMG_4889

Auch hier waren unsere Kinder gern gesehen 😉

IMG_4893 IMG_4902 IMG_4905 IMG_4908

Nach soviel Bummelei hatten wir uns echt eine Kaffeepause verdient. Christof meinte, dass der Markt ganz in der Nähe des Hotels sei. Wir konnten also zu Fuß nach Hause. Einfach nur dem kleinen Fluß folgen. So ein Spaziergang kann aber lang werden, wenn man in die falsche Richtung geht. Irgendwann fanden wir uns im Stadtzentrum wieder…

IMG_4920

War aber auch nicht schlimm, da es an jeder Ecke eine Haltestelle des super ausgebauten U-Bahn-Netzes gibt. Außerdem freute sich Christof, dass er einen Spot aus dem Reiseführer zufällig gefunden hatte.

IMG_4922

Der Regen hatte endgültig aufgegeben und die Vorhersage versprach noch schöne weitere Tage…

IMG_4930

Einer der Hauptgründe, weshalb wir uns für diesen Urlaub Seoul ausgesucht hatten, war, weil mein Mann unbedingt mal genügend Zeit haben wollte, um an die Nordkoreanische Grenze zu fahren. Heute war es soweit. Pünktlich um halb elf wurden wir in einem Minivan abgeholt, der uns zu einem Sammelpunkt brachte, an dem ein komfortabler Bus auf uns wartete. Ganz im Ernst, wir hatten noch nie so einen vornehmen Bus gesehen… mit Parkettboden 😉

IMG_4585

IMG_4584

IMG_4591

Die Fahrt führte uns raus aus der Stadt. Wir waren überrascht, wie schnell man das Zentrum von Seoul hinter sich lassen kann. Die Autobahn befindet sich dann bald neben dem Fluß „Sacheon“, der zwar noch nicht die Grenze zu Nordkorea bildet, doch häufig zur Flucht von Nordkorea überdrüssig gewordenen Mitmenschen und Spionen genutzt wird. Um letzteren frühzeitig eine adäquate Behandlung bieten zu können, stehen am Flussufer riesige Zäune und alle paar hundert Meter ein Wachturm. Die Wachtürme sind auch alle besetzt.

IMG_4590

Unser erster Halt an diesem Ausflug war ein Ort, der direkt an der ersten Grenze der Demarkationslinie liegt.

IMG_4603IMG_4600IMG_4598IMG_4603IMG_4594

Dort gab es ein paar Restaurant und eine Aussichtsterasse mit Blick auf Nordkorea. Der Tourguide erklärte uns, dass dieser Ort für viele Südkoreaner der nördlichste Punkt sei, an dem sie ihren zurückgelassenen Familien aus dem Norden gedenken können. Uns fiel dabei auf, dass die Führerin nie von Nordkoraner oder Südkoreaner sprach. Vielmehr nur von Koreanern, die durch eine willkürlich gezogene Grenze voneinander getrennt wurden.

IMG_4604

Die Fähnchen am Grenzzaun wurden von Südkoreanern hingehängt, die ihrer Lieben im Norden gedachten.

IMG_4610

IMG_4614

Da aber an diesem bedrückenden Ort der Spaß auch nicht zu kurz kommen darf, gab es neben dem Parkplatz einen Rummelplatz. Schließlich hätten es die Verwandten aus dem Norden wahrscheinlich so gewollt…

IMG_4626

Diese Gelegenheit ergriff Liselotte sofort.

IMG_4629IMG_4615

Wir fuhren weiter und unser Weg ging ziemlich bald über eine Brücke, die schon mitten in der DMZ liegt. Deshalb mußten alle ihre Pässe zeigen, da man ohne Genehmigung nicht rein durfte. Es wurde uns erklärt, dass DMZ Demilitarized Zone bedeutet. Innerhalb dieser vier Kilometer breiten und ca 250 km langen Zone darf kein Militär stationiert sein und von diesem auch nicht betreten werden.

IMG_4625

Quasi zur Friedenserhaltung.

IMG_4637IMG_4635

Leider war es – bis auf die Touristenspots – verboten innerhalb dieser Zone zu fotografieren. Ganz zum Leidwesen meines Mannes. Und wir hatten das Gefühl, dass dieses Verbot auch durchaus ernst genommen wurden. Daher gibt es von der Fahrt unterwegs keine Bilder. Erst als wir ein weiteres Highlight der Tour erreicht hatten, durfte wieder geknipst werden. Wir befanden uns an einem der vier (bereits entdeckten) „Infiltration Tunnels“. Diese wurden von Nordkorea gegraben, um heimlich Soldaten und Nachschub nach Südkorea schaffen zu können. Unser Tunnel war der dritte, der 1978 gefunden wurde. Nach einem kleinen Informationsfilm ging es 400 Meter – über einen Zugangsstollen – steil hinab zum eigentlichen Tunnel. Da man mit dem Kinderwagen nicht reinkonnte, trug mein starker Mann unser Gretchen runter und mußte gelgentlich auch noch unser erstes Kind tragen. Unten angekommen gingen wir gebückt noch ein paar hundert Meter weiter, bis wir von einer Betonwand und Stacheldraht am Weitergehen gehindert wurden. Dies markierte unterirdisch die eigentliche DMZ. Wir konnten gar nicht fassen, wie man durch so einen engen Tunnel 30.000 Soldaten in einer Stunde durchbringen wollte. (im Tunnel war das Fotografieren verboten…)

IMG_4641

Von unserem Tourguide leicht gehetzt kamen wir oben am Bus wieder an und fahren – nach einer kurzen Wickelpause – auch gleich los.

IMG_4642

Die nächste Station war auf einem Hügel. Dort befand sich eine Ausspähplattform, die hauptsächlich militärisch genutzt wird. (aber Touristen waren willkommen, solange die Objektive nicht aufs falsche Motiv zielten)

IMG_4681 IMG_4649

Von dort oben hatten wir einen Blick auf ein weitläufiges Feld. Man sah zwei Ortschaften und zwei Fahnenmasten. Einer trug die Südkoreanische, der andere die von Nordkorea. Man ist sich nicht ganz sicher, ob dort – außer Militärangehörigen – sonst überhaupt jemand wohnt. Egal, die Hauptsehenswürdigkeit bleibt trotzdem der vierthöchste Fahenmast der Welt.

IMG_4659 IMG_4652

Wir fanden diesen Halt am interessantesten vom ganzen Tag. Leider gab man uns dafür die geringste Zeit.

IMG_4688 IMG_4685

Es stand noch ein kurzer Stopp an. Nämlich am letzten Bahnhof in Südkorea Richtung Norden. Kurz hinter der Grenze – in Nordkorea – stehen riesige Fabriken, in denen Südkorea billig mit nordkoreanischen Arbeitskräften produziert. Man versicherte uns, es sein eine Win-Win-Situation. Und dafür schien unter anderem auch dieser morderne und verlassen wirkende Bahnhof gebaut worden zu sein. Einmal täglich verkehrt hier ein Zug von Seoul zur Grenze und zurück. Irgendwann – nach der Wiedervereinigung – ist geplant, dass die Bahnstrecke weiter durch Nordkorea über Russland bis Europa gehen sollte. Damit könnte man Seoul dann mit dem Zug erreichen.

IMG_4691 IMG_4695

Da ich mich ja mit Wiedervereinigung auskenne, dachte ich mir, dass solch ein Tag schneller und unerwarteter kommen kann, als man denkt.

IMG_4694

Ziemlich müde und geschafft stiegen wir wieder in den Bus, der dann – nach einer weiteren Passkontrolle – zurück nach Seoul fuhr. Die Reiseleiterin meinte, dass sie unbedingt gleich viele Leute raus wie rein bringen muss, sonst hätte der ganze Bus ein Problem…

IMG_4704

Nach einer guten Stunde Fahrt und einem (von uns nicht wahrgenommenen) Zwischenstop bei einem Souvenierladen, wurden wir im Stadtteil „Itewon“ rausgelassen. Christof erzählte mir, dass dieses Viertel bevorzugt von Crewmitgliedern besucht wird. Als ich mich umschaute, wunderte ich mich warum. Alles nur Touristenlokale…

IMG_4732

Da wir jetzt schon ein paar Stadtteile kannten, wussten wir auch, wo man Abendessen konnte. Es wurde abermals ein rustikaler Laden in dem wir einfach drauf losbestellten und keineswegs enttäuscht wurden 😉

IMG_4727 IMG_4713 IMG_4715 IMG_4717

Übrigens gäbe es noch eine weitere Möglichkeit die nordkoreanische Grenze zu besuchen. Und zwar den Ort, an dem in den 1950ern die Friedensverhandlungen geführt wurden. Dort besteht auch legal die Staatsgrenze zu überschreiten und legal auch wieder zurückzukommen. Leider gibt es dort ein Mindestalter. 10 Jahre… Den Grund hatten wir so verstanden: man muß sich dort benehmen und muß sich unter Kontrolle haben, um den Frieden nicht zu gefährden… Also in 9 Jahren und 9 Monaten dann 🙂 (wenn Christof mit dem möglichen vierten Kind daheim bleibt)

IMG_4588

By the way… so können Toiletten in der U-Bahn-Station ausgestattet sein… Das muss man einfach gesehen haben, denn es gibt tatsächlich eine Möglichkeit, sein Kleinkind in eine Halterung an der Wand zu parken und man hat dadurch die Möglichkeit mit beiden Händen eine öffentliche Toilette zu besuchen 😉 Die Mütter unter uns verstehen das 🙂 Und ein weiteres Highlight ist die dazugehörige Kindertoilette. Lilo war so begeistert, dass sie sofort aufs Klo musste 🙂

Solche Toiletten sind keine Seltenheit hier und in meinen Augen sehr familienfreundlich.

IMG_4710

Die beste Nachricht des heutigen Morgens war, dass es dem tränenden Auge unserer Kleinen bedeutend besser ging. Auch der leichte Regen des Vorabends hatte sich in strahlend blauen Himmel verwandelt. Wir waren generell vom Wetter ein wenig überrascht. Hatten wir eher tropische Hitze erwartet, so fanden wir sehr angenehme und warme – aber eben nicht heiße – Temperaturen vor. Seoul ist doch schon einiges weiter im Norden, als das, was wir vom letzten Jahr kannten.

IMG_4310

Wir starteten unsere Sightseeingtour mit der, schon liebgewonnenen,  morgentlichen Odysee des Kinderwagenrauftragens. Heute hatte wir fast das Gefühl, dass uns diese Stufen auslachten… 😉

IMG_4311

Oben angekommen, versuchten wir nochmals unser Glück bei gefühlten dreißig Geldautomaten. Immer das gleiche Problem – wir bekamen nicht mehr Bares, als das eher bescheidene Tageslimit. Unser Vertrauen in die, eigens für unsere Reisen angelegte DKB-Karte war nun endgültig erschüttert (ich möchte erwähnen, dass dies in Südostasien nie ein Problem war).

Plötzlich fanden wir ihn – einen Automaten der Maestro kannte. „Auf meine Raika ist Verlass“, meinte mein Mann und deckte uns mit genügend Scheinen für die nächsten Tage ein. Wieder eine Sorge weniger 😉

IMG_4326 IMG_4334

Daraufhin brach erstmal ein Glücksgefühl aus und wir konnten uns wieder einen Kaffee in den zahlreichen Coffeeshops gönnen. Nach einer kleinen Stärkung statteten wir weiteren Sehenswürdigkeiten der Innenstadt einen Besuch ab.

Wir starteten mit dem Jogyesa-Tempel, der der Hauptsitz des buddhistischen Ordens Jogyejong in Korea ist. Beim Besichtigen der Hallen fiel uns wieder der gute Vorsatz der letzten Jahre ein, nämlich dass wir uns mal intensiver mit diesem Glauben beschäftigen werden. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir dann auch mehr verstehen würden.

IMG_4328 IMG_4333

Liselotte war es egal, sie freute sich über die vielen Laternen, die an der Decke hingen. Wir lasen, dass jedes Jahr im Mai – zu Buddhas Geburtstag – die ganze Tempelanlage mit unzähligen Laternen geschmückt wird. Beim Anblick der schon vorhandenen, kaum vorstellbar.

Wir freuten uns, dass die Leute sehr positiv auf die Kinder reagierten. So bekam Lilo von einer Frau Kuchen geschenkt und in einem Seiteneingang vom Tempel steckte ihr eine Frau Süßigkeiten und Geld zu. Das war mir ganz schön unangenehm. Den 1000 Won-Schein ließen wir sie in den Opferstock beim Buddah werfen.

IMG_4337 IMG_4344 IMG_4349 IMG_4352

Es ging weiter zum Jongmyo, einem riesigen Park, der ein paar Königsgräber enthielt. Wir konnten es kaum fassen, dass man mitten in einer Großstadt das Gefühl haben konnte irgendwo im Wald zu stehen…

Auf dem Weg dorthin, kam Liselotte noch in den Genuss eines typisch asiatischen Schnäppchens 😉

IMG_4360 IMG_4361 IMG_4359

Hauptsache Plastik 🙂

IMG_4362

IMG_4389 IMG_4373

Da unser Rückweg ohnehin an zwei weiteren Palästen vorbeiführte, statteten wir auch diesem einen Besuch ab. Diese Bauwerke entstanden alles während der selben Dynastie, daher unterschieden sie sich für unser ungebildetes Auge kaum… Hier hatten wir ein ähnliches Problem wie mit dem Buddhismus. Wir kannten die historischen Hintergründe nicht.

IMG_4416

Zum Entdecken gab es aber trotzdem viel…

IMG_4461IMG_4431 IMG_4441

Liselotte freute sich ganz besonders über die Leute, die in traditionellen Gewändern rumliefen (und davon gab es einige) und diese wiederum freuten sich über unser Baby 😉

IMG_4451IMG_4466

Ein weiteres Geschenk gabs dann am Maronistand…

IMG_4468

Nach einer kleinen Kaffeepause schlenderten wir dann noch durch eines der letzten erhaltenen, traditionellen Wohnviertel von Seoul.

IMG_4472 IMG_4498 IMG_4484

Wir stellten dabei fest, dass dies eine Haupttouristenattraktion war. Da es aber kaum westliche Touristen gab, fiel uns dies nicht sonderlich auf. Es erstaunt uns immer wieder, dass wir in Asien, Asiaten nicht als Touristen wahrnehmen.

IMG_4525

Es fing schon an zu dämmern, daher wollten wir zurück in Hotelnähe um uns ein Lokal fürs Abendessen zu suchen. Dabei fiel uns auf, dass es abends viel wuseliger zuging…

IMG_4533 IMG_4541 IMG_4547 IMG_4552

Mit der Bahn ging es sehr schnell zurück zu unserem Hotel (wir wohnten ja auch in der Innenstadt). Dort angekommen nahmen wir nicht die gewohnten Wege, sondern versuchten es in der anderen Richtung. Mein Mann hatte am Vorabend – auf der Geldautomatensuche – einige Restaurants entdeckt.

IMG_4560

Es dauerte nicht lange, dann saßen wir schon in einem rustikalen Essenslokal, das Korean BBQ anbot. Wir nahmen nicht an einem Tisch Platz, sondern saßen auf dem Fußboden. Somit hatte sich auch das Problem erledigt, weil wir keinen Kinderwagen für die Kleine mit reinnehmen konnten. Die Lösung war ganz einfach. Ich legte sie einfach neben mich 😉

Die Inhaber sprachen kein Wort Englisch, dafür waren sie umso herzlicher. Christof ging einfach zu den Nebentischen und deutete dann auf das, was gebracht werden sollte. Und dann dauerte es wieder nicht lange, bis wir einen voll gedeckten Tisch vor uns hatten…

IMG_4569

Für Lilo wurde noch eine Art Omlette gebracht und unser Gretchen bekam zeitverzögert das Mittagessen ;-).

IMG_4572

Satt und zufrieden verabschiedeten wir uns und gingen heim ins Hotel.

Wir hatten zwar eine geruhsame Nacht hinter uns, jedoch bereiteten uns zwei Nachrichten in der Früh ein paar Sorgen… Die erste – weniger schlimme Nachricht – betraf eigentlich nur meinen Mann. Dieser erfuhr, dass unser hauseigenes Spa plötzlich seine Türen für immer schließt. Christof war echt traurig darüber… Als hätte er es soooo oft genutzt…. 😉

Die andere Sorge bereitete uns das Auge unserer Kleinen. Es tränte sehr stark und ich befürchtete eine Bindehautentzündung. Da ich dies von Liselotte schon kannte, wußte ich, dass man dies mit Augentropfen gut behandeln konnte. Also hieß es nach dem Frühstück eine Apotheke zu suchen, um dieses Medikament zu besorgen.

Anscheinend war aber immer noch Feiertag, denn es dauerte eine Weile, bis wir eine offene Apotheke fanden. Wir schilderten dem Verkäufer unser Anliegen. Als der jedoch merkte, dass es sich ums Baby handelte, winkte er ab und verwieß uns auf das „Medical Center“, das direkt nebenan lag.

Im Krankenhaus angekommen wurden wir vom Empfang in den „Emergency Room“ gebracht und uns erstmal selber überlassen. Nach ca. 5 Minuten sprach ich einfach jemanden von den umherlaufenden Leuten an, ob mir jemand helfen könnte und von da an ging alles recht fix. Ich sollte mich setzen und dann kam ein Mann und wollte etwas über das Auge erfahren. Wir wissen nicht, ob es Standard ist, aber wir bekamen einen kleinen Gesundheitscheck dazu. Man wog die Kleine, nahm ihre Temperatur und hörte sie ab. Der Mann kam wieder und sprach uns plötzlich im sehr guten Deutsch an. Er erzählte uns, dass er 5 Jahre in Deutschland gelebt und studiert hatte.

Dann kam eine Kinderärztin, dieunser Gretchen untersuchte und uns letztlich noch zu einer Augenärztin schickte. Christof hielt dies für total übertrieben, aber man händigte uns nicht einfach die Augentropfen aus.

Der Grund war, weil man bei Babies auf Nummer sicher gehen will. Nach knappen zwei Stunden hatten wir die Augentropfen. Eigentlich hatten wir jetzt ein gutes Gefühl, da wir einen kleinen Einblick ins Gesundheitssystem bekamen. Was wir an Krankenhaus sahen, kann mit unserem Standard allemal mithalten.

IMG_4257

Bevor unser Programm starten konnte, musste die tägliche Hürde runter in die U-Bahn genommen werden… Ich motivierte meinen Mann zum Runtertragen damit, dass er ja jetzt kein Fitness-Center mehr hatte 😉

Unten angekommen, fuhren wir zum Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1988. Mit Erschrecken stellten wir fest, dass diese schon fast dreißig Jahre her sind…

IMG_4261 IMG_4264

Es war als wäre es gestern, dass ich die Eröffnungsfeier im Fernsehen sah…

IMG_4268 IMG_4274 IMG_4278 IMG_4280

Leider waren die Hallen nicht zugänglich. Dies störte die Lotte aber wenig 😉 Sie tollte herum und sprach mit den einheimischen Kindern, als wären es welche aus ihrer Kindergartengruppe.

IMG_4282 IMG_4285 IMG_4287

Wir wanderten übers weitläufige Areal und beobachteten die Koreaner beim Freizeitprogramm am Feiertag. IMG_4288 IMG_4300IMG_4295

Das Wetter machte gut mit, trotzdem sah es dann doch nach Regen aus. Also nichts wie rein in ein Cafè…

IMG_4302

Wir bestellten uns Kaffee, Liselotte hatte aber ein anderes Objekt ins Auge gefasst 😉 Wir sagten, dass sie nach dem Kaffeetrinken in die Hüpfburg darf. Dies hörte sie aber anscheinend schon nicht mehr, denn sie lief einfach dort hin – verlor dabei ihr Flip-Flops – und verschwand in der Burg. Das wars mit dem geruhsamen Kaffee…

IMG_4303 IMG_4305

Stattdessen sahen wir unserer Großen beim Rumtollen zu. Auch schön 🙂

Da sich der Tag wieder dem Ende neigte, sind wir wieder zurück ins Hotel gefahren. Momentan haben wir ein kleines Problem mit Bargeld. Wir hatten heute mehrfach versucht an verschiedenen Geldautomaten Bargeld zu bekommen, aber nirgendwo wird die Maestro Karte akzeptiert und die VisaKarte lag gut im Safe 😉 Die Kinder und ich wurden dann erstmal von meinem Mann im Hotel geparkt und er machte sie alleine auf, um sein Glück mit der Visa Karte zu versuchen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam er zurück ins Hotel und erklärte, dass er zwar Geld abheben konnte, aber nur mit einem relativ kleinen Tageslimit. Da wir einen Ausflug planen, der bar gezahlt werden muss, heißt es jetzt erstmal Geld sparen. Also fiel auch das Abendessen sehr sparsam aus. Es gab Cupnoodels vom 7Eleven.

IMG_4309

Geschmeckt haben sie trotzdem 😉

 

 

Mit einem ausgiebigen Frühstück starteten wir den Tag. Wir hatten trotz der Zeitverschiebung gut geschlafen. Wahrscheinlich lag das auch an den bequemen Betten. Mit dem Hotel sind wir überhaupt sehr zufrieden. Mein Mann hat ein wenig recherchiert und war zu dem Schluss gekommen, dass unsere übliche Unterbringungsart – nämlich Guesthouses – eigentlich gleich teuer sind. Außerdem gibt es im Hotel Frühstück 😉

Die Sehenswürdigkeiten von Seoul konnten entdeckt werden…

IMG_3965

Mit der U-Bahn fuhren wir zum Gyeongbokgung Palast. Da unser Hotel in der Innenstadt lag, waren es auch nur drei Stationen.

Es war echt nicht leicht, einen Ausgang mit Aufzug zu finden. (mehr dazu später ;-))

IMG_3964

Schließlich kamen wir wieder an die Erdoberfläche, wo ein älterer Herr auf uns zu warten schien. Er winkte unserer Lotte zu und diese war auch sichtlich von seinem Aussehen begeistert. Er fragte uns – in gutem Englisch – wo wir herkämen und prophezeitete Liselotte: „in the future you will be a moviestar“ 😉

IMG_3992

Überhaupt erlebten wir wieder die asiatische Kinderfreundlichkeit, die wir von Zuhause kaum kennen…

IMG_3970 IMG_3968

Während wir an dem ein oder anderen Monument vorbeischlenderten, fiel uns auf, dass wir kaum was über die koreanische Geschichte wissen. Dies werden wir zuhause ändern 😉

IMG_3978 IMG_3981 IMG_3991

Am Palast angekommen bestaunten wir die Wachen.

IMG_3999

Unsere Faszination dauerte aber nur kurz, da man uns ziemlich forsch wegjagte. Wir dachten zuerst, dass das Fotographieren verboten wäre. Es stellte sich aber raus, dass der Wachwechsel kurz bevor stand…

IMG_4033 IMG_4025 IMG_4022 IMG_4013

Wir schlenderten durch die Anlage und dachten darüber nach, wie es ohne Kinder war. Dabei kamen wir zum Schluß, dass wir vielleicht mehr besichtigen würden, aber viele schöne Momente gäbe es auf Reisen ohne Kinder nicht…

IMG_4048 IMG_4050

Diese Fotos wären wahrscheinlich nicht entstanden…

IMG_4052

Liselotte konnte sich in diesem weitläufigen Areal richtig auspowern und wir genossen es, dass wir nicht auf den Verkehr achten mussten. Wobei man sagen muss, dass Seoul im Vergleich zu Bangkok verkehrstechnisch viel entspannter ist. Die Bürgersteige sind breiter und das Fahrverhalten der Autofahrer ist viel weniger aggressiv.

IMG_4096

IMG_4084

Wir entdeckten auch chinesische Elemente im Park des Palastes – das chinesische Horoskop.

IMG_4100 IMG_4098 IMG_4104 IMG_4102

Jedes Familienmitglied stellte sich zu seinem Zeichen und wir stellten fest, dass es teilweise sehr passend ist… 😉 (Lilo – Jahr des Drachen)

Aus einiger Entfernung höhrten wir Musik. Wir gingen drauf zu und erlebten eine Vorführung von koreanischen Folkloretänzern. Wahrscheinlich gab es diese Aufführung wegen des Feiertages…

IMG_4105 IMG_4120 IMG_4125

Egal warum, Liselotte war begeistert…

Auch die verschiedenen Bastelmöglichkeiten machten ihr sehr viel Spaß. An einem Stand wurden koreanische Laternen angefertig.

IMG_4134 IMG_4143

Nach ein paar Minuten war das schöne Stück fertig… St Martin kann kommen 😉

IMG_4150 IMG_4154

Im Gegensatz zu Südostasien gibt es in Seoul kaum Garküchen. Trotzdem findet man immer wieder den ein oder anderen Essenwagen, der zB Waffeln oder Spießchen verkaufte.

IMG_4158 IMG_4160 IMG_4167

Wir finden es immer wieder lustig, dass Lilo Süßes verschmäht und lieber zum Fleisch greift…

IMG_4173

… außer Nachtisch natürlich 🙂

IMG_4176

Am Straßenrand entdeckten wir so Manches, das wir nicht vermutet hätten. Zum Beispiel einen sehr gepflegten Gemüsegarten.

IMG_4178 IMG_4181

Christof kannte von seinen vergangenen Seoul-Aufenthalten ein Viertel mit traditionell alten Häusern. Man muss erwähnen, dass diese meist renoviert sind und kaum noch den alten Charme haben, den man erwarten würde. Egal, das Schlendern durch die Fußgängerzone war trotzdem sehr schön. Liselotte blieb bei jedem Musikanten stehen und schaute fasziniert zu.

IMG_4182

Der mit der Gitarre hatte es ihr am meisten angetan. Sie wartete ein Lied ab und fing dann an zu tanzen. Sehr schnell bildete sich eine Menschentraube, die Fotos von unserer Kleinen mit dem Gitarrenspieler machten.

IMG_4185

Was dann geschah, brachte mich fast zum Weinen… Mein kleines Baby merkte, dass sie plötzlich ganz viel Aufmerksamkeit bekam. Sie steigerte ihre Tanzkünste und gab alles 😉 Nachdem das Lied fertig war – und es großen Applaus gab – musste ich dann wirklich Weinen 😉

IMG_4196 IMG_4189 IMG_4194

Nach diesen bewegenden Momenten brauchten wir erstmal einen Kaffee…

IMG_4201 IMG_4211

Es war bereits früher Abend, daher machten wir uns auf den Heimweg. Nochmals zum Thema U-Bahn-Fahren…

Die Bahnen sind super modern und man findet sich sehr leicht zurecht. Das einzige kleine – für uns große – Problem sind die Lifte….

IMG_4234

Diese sind kaum existent. 😉 Es gibt zwar Lifte für Rollstühle, aber dafür müßte man einen Bahnmitarbeiter rufen. Wofür habe ich denn einen starken Mann…

Die Bahnschächte sind übrigens sehr tief unten… 🙂

IMG_4232

So manch ein Hinweisschild ist sehr kurios…

Nachdem die letzten Treppen gemeistert waren, machten wir uns auf die Suche nach einem Lokal zum Abendessen. Uns fiel schon gestern auf, dass sehr viele Leute wie Zentralasiaten aussahen. Wahrscheinlich ist Korea für die „Stan“-Länder ein beliebtes Auswanderland. Unser Verdacht wurde bestätigt. In einer Seitenstraße wurde die Beschriftung plötzlich kyrillisch und jedes zweite Restaurant hieß „Samarkand“. Für heute Abend gab es Usbekisch…

IMG_4240 IMG_4249 IMG_4254

Satt und zufrieden ließen wir den Tag ausklingen…

IMG_4255

Tag 01 Seoul – 26.09.2015

Heute war der Tag des Abflugs also gekommen. Worüber wir wieder über Wochen geredet hatten, sollte nun Wirklichkeit werden. Unser Abflug sollte erst gegen Abend sein und deshalb entschieden wir uns dazu, Lilo noch einen Tag in den Kindergarten zu geben. Es stand uns ein stressiger Vormittag und Mittag bevor. Wir hatten noch nichts gepackt und das Auto musste noch aus der Werkstatt geholt werden. Da der Flieger nicht wartet, musste irgendwie alles funktionieren und das tat es.

Am Nachmittag holten wir die Große ab und es konnte direkt losgehen zum Flughafen. So eine Busfahrt, die ist lustig…

IMG_3883

Während der Fahrt amüsierten wir uns darüber, dass Lilo lautstark in der Kita verkündete, dass sie nach „Sol“ fährt und ihre Erzieherin verbesserte, die Japan verstanden hatte 😉 Die Wartezeit am Flughafen hatten wir sehr gut berechnet und so war die Zeit überhaupt nicht lang. Zum ersten Mal flog ich heute A380 und ich durfte zum ersten Mal den neuen „A380 Finger“ bestaunen. Ich war positiv überrascht, dass es sogar einen kleinen Indoorspielplatz gab. Lilo spielte dort sofort mit einer kleinen Amerikanerin, die sich wunderte, warum sie sie nicht verstand 🙂

Wir hatten einen Platz in der Mama-Kind-Reihe zugewiesen bekommen um später dort das Babybett aufgehängt zu bekommen. Welch ein Luxus, dass Kind ablegen zu können.

IMG_3886 IMG_3889

Alle hatten ihren Platz gefunden – so konnte der Neuneinhalb-Stunden-Flug losgehen.

IMG_3897

Ein Vorteil gegenüber letztem Jahr war, dass Lilo mit Begeisterung das Inflight entertainment schaute. Interessant ist für uns immer noch, dass ihr die Sprache egal ist und so fand sie ihre Filme auch ohne Kopfhörer sehr belustigend und mit Biene Maya verging der Flug sehr schnell…! Auch wir konnten uns deshalb entspannen und auch schlafen.

IMG_3902

So kamen wir entspannt in Seoul an. Die freundlichen Beamten bei der Einreise gaben uns das Gefühl herzlich Willkommen zu sein (wirklich wahr!). Christof hatte sich vorher schlau gemacht, wie wir am Besten zu unserem Hotel kamen. Der Flughafen Incheon liegt nämlich ca. 70km außerhalb der Stadt. Wir entschieden uns für den Bus. Hier fiel und als direkter Vergleich zu den Südostasiatischen Staaten auf, dass hier ein unglaublicher Komfort herrschte, denn der Bus bot eine große Beinbewegungsfreiheit. So machte die Busfahrt Spaß.

Und dann waren wir im Hotel. Wie so oft in Asien entschieden wir uns für das IBIS Budget. Komisch, dass die IBIS Hotels in Deutschland kaum an den Standard im Ausland heranreichen, denn was uns hier wieder geboten wurde war einfach super und für unsere Belange völlig ausreichend. Für die nächsten 10 Tage wird das unser „zu Hause“ sein und es gab uns ein entspanntes Gefühl.

IMG_3906

Da sich ein leichter Jetlag bemerkbar machte, entschlossen wir uns nur in Hotelnähe einen kleinen Spaziergang zu machen. Dabei staunten wir wie fortschrittlich hier alles ist.

Und noch einen gravierenden Unterschied zu letztem Jahr gab es. Nicht nur, dass wir eine Person mehr sind, sondern dass wir auch ein Kleinkind ohne Windel hatten. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass plötzlich jemand sagt „Ich muss aufs Klo“ und man sich panisch umschaut, wo es jetzt am Besten gehen könnte 🙂

IMG_3908 IMG_3913 IMG_3925

Vor dem Abendessen gönnten wir uns ein Käffchen bei Dunkin Donuts. Es schien Feiertag zu sein, weil kaum was offen hatte…

IMG_3936

Ach, wie hatten wir die abfärbende Fanta vermißt…

IMG_3941 IMG_3944

Da mir mein Mann immer vom „Korean BBQ“ vorschwärmt, mussten wir es gleich am ersten Abend ausprobieren. Erstmal muss man sich durch die Auswahl an Restaurants kämpfen, aber dann geht alles ganz schnell. Man setzt sich an den Tisch, die mit Abluftrohren ausgestattet sind. Quasi Kaminabzüge.

IMG_3949

Man bekommt dabei eine Schale mit Grillkohle auf den Tisch gestellt und die ersten Beilagen. Diese sind wohl Standard in jedem Restaurant, denn man bestellt sie nicht extra und sie sind kalt. Typisch koreanisch ist Kimchi. Das ist aber kein Gericht, sondern die Art Gemüse einzulegen. Die Beilagen waren säuerlich, scharf und mit viel Knoblauch eingelegt. Hat man sich für Fleisch entschieden, wird es über der Holzkohle selber gegrillt. Angerichtet und gegessen wird es dann mit den Beilagen. Ein Genuss. Der Geschmack entspricht genau unseren Vorstellungen von gutem Essen.

IMG_3951

Obwohl die Teller im ersten Moment nicht nach „viel“ aussehen, waren wir mehr als satt 😉

IMG_3953

Uns so ging auch schon der erste Tag zu Ende. Direkt neben dem Hotel trafen wir unseren Freund den 7/11 wieder und deckten uns noch mit Wasser und Snacks für Lilo ein.

Wir waren froh endlich in den Betten zu liegen und gegen 20 Uhr schlossen alle ihre Augen…

%d Bloggern gefällt das: